Was fährt denn da?  

Warum Busfahrer keine Versager sind

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Bericht: Wolfgang Zwander

Vierspurige Fahrbahnen neben Gemeindebauten, "Spielstraßen“, in denen nicht Kinder, sondern Reifen quietschen, verworrene Autobahnzufahrtsknoten, die Grätzel zerstückeln und von grautrauriger Ästhetik sind. Es ist erstaunlich, wie tief die Automobilität in unser Großstadtleben eingreift. Am Soziologieinstitut an der Universität Wien wurde jüngst eine Bachelorarbeit fertiggestellt, die sich mit "Macht und sozialer Ungleichheit im Straßenverkehr“ beschäftigt. Das Werk zeigt, wie ungleich die negativen Folgen des Autoverkehrs innerhalb unserer Gesellschaft aufgeteilt sind.

Der Autor Eike Pokriefke, Mitarbeiter am verkehrssoziologischen Forschungsinstitut Factum, schreibt, das Auto sei für "die Mobilität der Menschheit ohne Zweifel eine große Errungenschaft“, aber bisher unterschätzte Nebeneffekte seien zu virulent, um unbeachtet zu bleiben. Der Arbeit ging ein einfaches Gedankenspiel voraus: Pokriefke, ein gebürtiger Baden-Württemberger, spazierte

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