Liebe Leserin, lieber Leser

Extra | Armin Thurnher | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Es ist nicht so, dass wir uns einfach mit den Schwalben vergleichen möchten. Eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer; den Festival-Falter hingegen nennt man umgangssprachlich sogar "Kultursommer“. Seit 1993 erscheint er. Das 20er-Jubiläum naht mit Riesenschritten! Und seit es ihn gibt, ist der Festival-Falter gewachsen; anders als die Population der Schwalben, denen es trotz anhaltender Erderwärmung an soliden Aufenthaltsorten mangelt. Die Zahl der guten, alten Kuhställe nimmt ab; in industrieller Tierhaltung fühlen sich die sensiblen Zugvögel nicht so wohl. Ihre Nahrung schnappen die Schwalben übrigens im Flug auf, genau wie das Rechercheteam des Festival-Falter, bestehend aus Lisa Kiss, Barbara Schellner und Nathalie Großschädl. Wie wären sonst über 73.000 Termine zusammengekommen, die Sie alle online auf falter.at nachsehen können? In Printform bieten wir Ihnen hier eine begründete Auswahl an, kommentiert wie immer von der kundigen Redaktion des Falter.

Die Zahl der Kuhställe nimmt ab; in manchen Bundesländern auch das Kulturangebot, zum Beispiel in der Steiermark, wo man derzeit an allem spart. Trotzdem wächst das Gesamtkulturangebot noch immer, nach dem Motto: Wo Schwalben sind, fliegen Schwalben zu. Oder so.

Jedenfalls verkünden die gefiederten Glücksbringer den Sommer. Wenn sie abfliegen, ist er vorbei. Solange sie da sind, bringen sie Glück und dürfen nicht vertrieben werden. Fliegen sie hoch, bringen sie gutes Wetter. So ist es auch mit dem Festival-Falter: Er fliegt jedes Jahr ein Stückchen höher, und man kann daraus schließen, was man will. Mit einem Schluss liegt man auf keinen Fall falsch: Ist der Festival-Falter da, geht der Kultursommer los. Viel Freude mit beidem!


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