Festival  Tipp

Neckisch: das Steirische Kammermusikfestival

Extra | Miriam Damev | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Begonnen hat alles mit kleinen Konzerten und Hausmusikabenden in Rein, dem Wohnort der Brüder Holger und Erich Oskar Hütter, heuer feiert das Steirische Kammermusikfestival seine 15. Spielzeit. "Sündhaft“ lautet das Motto des heurigen Musiksommers. Insgesamt sind es 35 Konzerte, die - so die Veranstalter - allesamt ein gemeinsames Ziel verfolgen: lustvolle Klangerlebnisse. Von "Freudentänzen“ und "Rotlichtfantasien“ über "Glut & Hitze“ und "Guitar d’amour“ bis hin zu "Innigen Schwärmereien“ und "Grenzenloser Höhenlust“ - neckischer kann sich Kammermusik kaum präsentieren. Zur Eröffnung am 15. Juli sogleich einer der Festivalhöhepunkte: Klaviervirtuose Paul Gulda spielt gemeinsam mit den Gypsy Devils auf. Auf dem Programm steht Musik von Franz Liszt, der ja bekanntlich selbst als großer Bewunderer der virtuosen Poetik der Roma gegolten hat. Weitere Highlights des steirischen Sommers: eine Hommage des Meistercellisten Christophe Coin an die russische Musik des 19. Jahrhunderts sowie zum Abschluss am 4. September die geballte Kraft von acht Celli im Stift Rein. Zum Konzept der Gebrüder Hütter gehört die Idee, an Orten zu musizieren, die für ein Konzertpublikum üblicherweise nicht erschlossen sind. Bespielt werden die steirische Lurgrotte ebenso wie Almhütten, Schlösser in Privatbesitz oder die Dachterrasse des Kaufhausriesen Kastner & Öhler.

Steirisches Kammermusikfestival, 15.7. bis 4.9., www.kammermusik.co.at


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