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Lexikon | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Kurz besprochen: Krimis für den Sommer

Plauderton

Martin Suter: Allmen und die Libellen. Diogenes, 195 S., € 19,50

Ein charmantes Leichtgewicht, aber kein Krimi ist Suters neuer Roman. Der Protagonist lebt auf großem Fuß im Gartenhaus einer mondänen Schweizer Villa. Weil er das Erbe seines Vaters verprasst hat, muss er seinen edlen Hausrat Stück für Stück verkaufen. Als auch das nicht mehr reicht, um sich einen Lebensstil mit Chauffeur, Opernpremierenabo und edlen Bars zu finanzieren, stiehlt er Antiquitäten. Das geht so lange gut, bis er die falschen Antiquitäten fladert.

Suter erzählt in bekannt leichtfüßiger und gut recherchierter Art. Manchmal ist das auch witzig. Nur spannend ist es nie. Und leider sehr simpel gestrickt. Der Autor verlässt sich auf den Charme des mondänen Interieurs, auf die Fin-de-Siècle-Lebensart eines verarmten Lebemanns, der scheinbar unberührt von modernen Verwerfungen mit seinen Gläubigern jongliert. Am Ende deutet Suter an, dass der Schweizer


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