Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Stefan Apfl | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Die neue Zeit begann vor einem Monat, wenn auch nur halb. Es war der Tag, an dem Klaus Nüchtern, Armin Thurnhers linke Hand, einen Schuh machte. Ehe er sich für ein halbes Jahr in die Bildungskarenz verabschiedete, soll er, so behaupten es argusohrige Kollegen, ein dylanesk genuscheltes "It ain’t no use to sit and wonder why, babe“ von sich gegeben haben. Vielleicht hat Nüchtern aber auch nur etwas über das Wetter gesagt. "It don’t matter, anyhow.“

Denn ganz begann die neue Zeit ohnehin erst am vergangenen Freitag, als sich auch Florian Klenk, Thurnhers rechte Hand, für ein halbes Jahr in die Kinderkarenz verabschiedete. Sein letzter Satz schwingt noch deutlich nach: "Ich geh mal Zigaretten holen und pass derweil auf meine Kinder auf.“ Und weg war er, sein Büro vergeben, sein Aufgabenbereich aufgeteilt. Die Koordination des Politikressorts übernimmt Barbara Tóth, Klenks Aufdecker-, Aufreger- und Aufmachergeschichten übernehmen: wir.

Wie genau das aussehen, wie sich das anlesen wird, daran feilten wir wenige Tage vor Beginn der neuen Zeit in einem Kirschgarten. Einmal pro Jahr tauschen die Politiker des Blattes den fensterlosen, verrauchten Besprechungssalon für einen Tag gegen eine sattgrüne Wiese hoch oben über Wien ein. Dort fertigen wir dann Skizzen von der idealen Redaktion an, sagen einander radikal offen, was wir am jeweils anderen schätzen, und planen die Themen, Zugänge und Serien der kommenden Monate. Was diesmal bei der Kirschgartenklausur herausgekommen ist? Lassen Sie sich überraschen.


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