Kommentar

Festwochen 2011: kaum Nieten, viele Treffer - und eine Sensation

Theater

Falter & Meinung | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Meine persönliche Bilanz der abgelaufenen Wiener Festwochen fällt positiv aus. Von den 28 Produktionen, die ich gesehen habe, würde ich mehr als die Hälfte als gelungen (und nur wenige als misslungen) bezeichnen. Ich habe in relativ kurzer Zeit ein gutes Dutzend erstklassiger Theaterabende erlebt, mehr als im ganzen übrigen Jahr.

Allgemeiner formuliert: Die Gefahr, eine Niete zu ziehen, ist bei den Festwochen deutlich geringer als im regulären Theaterbetrieb. Auch dafür gibt es Festivals.

Den Festwochen wurde auch heuer vorgeworfen, immer dieselben Namen zu bringen. Tatsächlich gibt es Künstler, denen man hier immer wieder über den Weg läuft. Neben Intendant Luc Bondy gehören Frank Castorf, Alvis Hermanis und Christoph Marthaler zu den "Fixstartern“; auch Patrice Chéreau, Robert Lepage, Peter Sellars oder Ivo van Hove waren schon öfter da.

Das allein ist aber noch kein Grund, sie nicht mehr einzuladen. Erstens waren viele Inszenierungen der genannten Herren (Damen gibt es unter


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