Gebt unser Geld für griechische Leut’ !

Falter & Meinung | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Für die griechische Staatsschuldenkrise gibt es keine simplen Lösungen, auch wenn Populisten es behaupten

Kommentar: Markus Marterbauer

Konservative Ökonomen in Deutschland, Spekulanten auf den Finanzmärkten und freiheitliche Politiker in Österreich sind sich einig: Die Budgetsünder aus dem Süden sollen sich selbst überlassen werden, die EU-Hilfen gehören so rasch wie möglich beendet. Was diese Experten und Populisten nicht sagen: Eine derartige Politik kann verheerende Folgen nach sich ziehen.

Eine Beendigung der EU-Hilfen würde unmittelbar zur Zahlungsunfähigkeit Griechenlands führen, das heißt, fällige Staatsanleihen würden nicht zurückgezahlt und Gehälter im öffentlichen Dienst sowie Sozialleistungen nicht mehr ausgezahlt.

Mit dem Bankrott könnten drei Reihen Dominosteine zu fallen beginnen. Erstens wären rasch auch die griechischen Banken insolvent, denn sie halten einen erheblichen Teil der Staatsschulden. Daraufhin würde die Geldversorgung zusammenbrechen und sich


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