Das Glück, das ein Unglück ist

Politik | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Einmal schafft es Eva Glawischnig mit einem Thema auf die Titelseiten. Und dann ist es das falsche

Analyse:Robert Misik

Im mühseligen Kommunikationsalltag ist es das Ziel schlechthin für einen Politiker: vorkommen. Vorkommen in der Zeitung, vorkommen im Fernsehen. Eine kleine Freude: der Einspalter. Und die Krönung: die Schlagzeile.

Eva Glawischnig hatte vor eineinhalb Wochen einen solchen Glücksmoment: Sogar auf das Cover des Gratisblattes Heute schaffte sie es mit ihrer Forderung, Zigarettenautomaten zu verbieten. Vermutlich würde sich die grüne Parteichefin heute wünschen, sie hätte etwas weniger "Glück“ gehabt. Denn für den Vorschlag erntete sie erst Kopfschütteln bei Grün-Sympathisanten, und am Ende fragten viele genervt, ob das Image als "Verbotspartei“ wirklich das richtige für die Grünen ist.

Wie selten zuvor bläst Glawischnig der Wind ins Gesicht. Eine Meisterleistung in politischer Kommunikation.

Freilich, der Mordswirbel um das Automatenverbot erklärt sich wohl


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