Bim am Land

Politik | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Um die Verkehrsmisere in Wiens Umland zu bewältigen, will man auf ein längst totgeglaubtes Gefährt zurückgreifen: die Straßenbahn

Bericht: Joseph Gepp

Wiens Öffi-Netz zählt zu den besten der Welt. Zahlreiche Stationen und kurze Intervalle machen das Auto überflüssig. Das sagen Stadtpolitiker gern, und ein wenig haben sie Recht.

Drei Viertel aller Wege innerhalb des Gürtels legen Wiener laut Verkehrsclub Österreich inzwischen nicht im Auto zurück. In ganz Wien überholte 2006 der Anteil der Öffi-Fahrten jenen der Autos - erstmals seit Beginn des motorisierten Zeitalters. Im Jahr darauf sank erstmals die Zahl angemeldeter Pkw. Glaubt man Statistiken, dann befindet sich Wien auf dem Weg in eine gesunde und sozialverträgliche mobile Zukunft. Doch es gibt eine massive Gegentendenz.

Am Stadtrand und im Umland steigt die Zahl der Autos rasant. In Mödling, Kaiserebersdorf oder Hirschstetten ist das Leben ohne Kraftwagen offenbar hart. Der sogenannte grenzüberschreitende Verkehr zwischen


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