Vier Jahre nach Mohamed M.: Abermals steht ein Muslim aus Wien-Fünfhaus unter Terrorverdacht

Politik | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Bericht: Stefan Apfl

Wieder ist es ein junger Wiener Muslim. Wieder soll er von seinem Zimmer in Fünfhaus aus Kontakte zu internationalen Terrornetzwerken geknüpft haben. Und wieder können sich ehemalige Mitschüler und Nachbarn das alles nicht erklären.

Als der Konvertit Thomas Al J., 25, am vergangenen Mittwoch verhaftet wurde, löste das Klicken der Handschellen ein Déjà-vu aus. Keine vier Jahre ist es her, dass Mohamed M. und seine verschleierte Freundin Mona S. festgenommen wurden. Ihn verurteilte das Gericht wegen der Mitarbeit an einem Drohvideo zu vier Jahren Haft, sie wegen der Übersetzung von Terrorbotschaften zu 22 Monaten. Die Strafen sollten eine abschreckende Wirkung auf Gleichgesinnte entfalten. Offensichtlich vergebens.

Die Behörden werfen Al J. vor, Lehrlinge für Terrorausbildungen rekrutiert und dafür Spenden gesammelt zu haben. Zusammen mit ihm wurden drei mutmaßliche Komplizen am Flughafen Schwechat vorübergehend angehalten und vernommen.

Die Staatsanwaltschaft


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