"Tötet mich mit einem Mal, nicht Stück um Stück ...“

Politik | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Die Britin Anna Reid arbeitet eindrucksvoll die 900 Tage dauernde Belagerung Leningrads aus der Perspektive der Belagerten auf

Rezension: Erich Klein

Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, setzte sich die größte Kriegsmaschinerie aller Zeiten in Bewegung. Nachdem Hitler und Stalin in einem "Nichtangriffspakt“ das Territorium zwischen Ostsee und Schwarzem Meer untereinander aufgeteilt hatten, lautete das ideologische Marschgepäck für eine Million Soldaten der Wehrmacht "Slawen sind Sklaven“, "jüdisch-bolschewistische“ Kommissare sind sofort zu erschießen.

So viel über den Zweiten Weltkrieg publiziert wurde, konkrete "Erinnerungsorte“ an der Ostfront sind skandalös unbekannt; lesbare Darstellungen stammen meist von englischsprachigen Autoren. So auch im Falle von Leningrad, dessen 900 Tage dauernde Belagerung vom September 1941 bis Jänner 1944 die britische Publizistin Anna Reid in "Blokada“ aus der Innenperspektive beschreibt. Militärische und politische Aspekte wie die "Geheime


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