Nachgesehen  

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Schirme gegen Regen, Sonne und Verfolgung: der Umbrella March

Wenn nur der Wind nicht wäre! Zu Beginn der Kundgebung am Heldenplatz hat er schon viele der orangen Schirme ruiniert, die beim European Umbrella March für den Schutz von Flüchtlingen stehen. Organisator Herbert Langthaler von der Asylkoordination ist mit der ersten Wiener Ausgabe des Marsches - in Frankreich findet er seit 2004 jährlich am 20. Juni, dem Internationalen Tag des Flüchtlings, statt - trotzdem zufrieden.

Dass Schulklassen den Großteil der etwa 300 Anwesenden ausmachen, sei Absicht, sagt er: Der Marsch habe sich explizit an Schüler gerichtet und nicht an jene, die schon vom Thema überzeugt seien. Als Langthaler die Bühne betritt, beginnt Daniel, 16, laut zu klatschen. "Der ist leiwand“ sagt er zu einem Freund. Daniels Klasse hat an einem Workshop der Asylkoordination teilgenommen. Das Thema habe nicht alle interessiert, sagt Daniel, ihn schon. Er ist einer der wenigen, die bis zum Ende der Kundgebung durchhalten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige