Schlangengrube und Affentheater

Stadtleben | aus FALTER 25/11 vom 22.06.2011

Wie aus der EU-Spitzenfunktionärin Beate Winkler eine Malerin wurde

Porträt: Birgit Wittstock

Eines Tages stolperte Beate Winkler über einen Kieselstein. Metaphorisch wie wortwörtlich. Der Stolperstein sollte ihr Leben verändern. Doch dazu später.

Man schreibt das Jahr 1958: Dresden befindet sich, nachdem die Stadt im Februar 1945 von den Alliierten zerbombt worden war, in der sogenannten "Enttrümmerungsphase“. Die Winklers flüchten mit ihren beiden Töchtern aus dem ostdeutschen Dresden in den Westen, nach Köln. Von einem Tag auf den anderen ist alles, was die achtjährige Beate Winkler gekannt hatte, weg. "Das Schlimmste am Flüchten ist, dass man sich nicht verabschieden kann“, sagt sie. "Man verliert die Sicherheit. Selbst die in die Eltern, denn auch für sie ist alles neu. Auf einmal gehört man nicht mehr dazu, ist der arme Flüchtling.“

54 Jahre sind seither vergangen, und Beate Winkler sitzt - bloßfüßig, in einem eleganten schwarzen Top und einer weißen Hose - im


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige