Tipps Jazz Fest Wien

Jazz Fest Wien: zweiteilen nicht nötig

Lexikon | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Begonnen hat das Jazz Fest Wien schon am 15. Juni; so richtig geht es aber erst diese Woche los. "So richtig“ meint täglich drei bis vier Konzerte an ebenso vielen Orten. Zweiteilen wird sich trotzdem niemand müssen, deckt das Programm doch ein breites Stilspektrum ab und spricht damit eine ganz unterschiedliche Klientel an. Nehmen wir exemplarisch etwa den Freitag: Al Di Meola und Earl Klugh buchstabieren da in der Staatsoper zweimal den Begriff "Gitarrenvirtuose“ (19.30).

Das dürfte vor allem ein älteres Fachpublikum erfreuen, während der rauschebärtige William Fitzsimmons im Wuk mit aufgewecktem Singer/Songwritertum wohl eher ein jüngeres Poppublikum anzieht. Der Rest vom freitäglichen Fest gehört der österreichischen Szene: Die Sängerin und Pianistin Sabina Hank spielt auf der Summerstage Musik für Menschen, die keinesfalls mit schwerer Kost belästigt werden wollen (20.00, Eintritt frei); Under Western Skies alias Herwig Gradischnig, Frank Schwinn und Herbert Pirker übersetzen die Landschaftsbilder aus Westernfilmen derweil in atmosphärisch dichten Jazz und sorgen damit für ein heimliches Highlight im Festivalprogramm. GS


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