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Danhauser: Biedermeier nicht ohne Ironie

Lexikon | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Der Mut zur Satire fehlte ihm nicht: In seinen Genreszenen machte sich der Biedermeiermaler Josef Danhauser (1805-1845) über menschliche Makel lustig, wofür der gelernte Historienmaler besonders Gestik und Mimik seiner Figuren humorvoll darstellte. In der Zuspitzung war ihm der sozialkritische englische Künstler William Hogarth ein Vorbild, dessen Stiche auch in der aktuellen Schau zu sehen sind. Auch der eigene Stand war nicht vor Danhausers spöttischem Humor gefeit: Immer wieder malte er Atelierszenen und thematisierte so die Künstlerexistenz im 19. Jahrhundert. Am 29.6. um 19 Uhr findet eine Führung mit der Kuratorin Sabine Grabner statt, die für das jetzt erschienene Werkverzeichnis des Künstlers verantwortlich war. NS

Belvedere Orangerie, bis 25.9.


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