Neu im Kino

Erdig bis nerdig: Roboter-Action "Transformers 3“

Lexikon | Drehli Robnik | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Teil 3 des auf Actionfigurenspielzeug beruhenden Blockbusterfranchise dauert 148 Minuten. Damit ist "Transformers 3“ um ein Stünderl zu lang, in dem der Showdown zwischen invasiven und verbündeten Kampfrobotern stattfindet, samt Militärlogistikshowcase, Pflichtpathos, Patriotismus. Es bleiben Trümmerpanoramen, ein gekippter Wolkenkratzer, ein Stahlwurm, alles mitMichael Bays markenzeichenhaften Sonnenglanzlichtern dekoriert und in 3D, doch macht die vierte Dimension sich an den vier Buchstaben bemerkbar: Weltrettung will ausgesessen sein. Die angenehmere erste Halbzeit folgt dem neuen Usus, Superheldenaction als Alternativhistorie, nerdige Machtritual-Comedy oder beides zu gestalten: Bei der Mondlandung, in Tschernobyl, auf dem Lincoln Memorial, überall lauern Blechmonster. Und Charakterköpfe: Der zur Bürojoballtagssadismussatire ausgebaute Geheimdienstplot bietet neben John Turturro nun John Malkovich und Frances McDormand. Und der Held? Gespielt von Shia LaBeouf, erlebt er seine dritte Transformation: vom Buben zum Autofahrer, Lover - nun zum Bürohengst unter Karrieredruck. Und Megan Fox fehlt diesmal, nämlich echt.

Ab Fr in den Kinos (im Apollo OF IMAX 3D)


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