Neu im Kino

Ein rumänischer Haneke: "Aurora“ von Cristi Puiu

Michael Omasta | Lexikon | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Ziemlich harte Kost von Cristi Puiu, dem Regisseur des brillanten "Der Tod des Herrn Lazarescu“. In seinem neuen, dreistündigen Werk erzählt der rumänische Filmemacher die Geschichte eines 42 Jahre alten Mannes. Viorel lebt von seiner Familie getrennt, in einer halbleer geräumten Wohnung, hat keine Freunde und sieht keinen Sinn im Leben mehr. Nach ungefähr 75 Filmminuten schafft er sich eine Schrotflinte an. "Aurora“, so der Titel des Films, in dem Cristi Puiu zudem noch die Hauptrolle übernommen hat, "bespitzelt“ seinen abweisenden Helden bei seinen alltäglichen Verrichtungen. Nichts, wirklich nichts an seinem Tun oder in seinem Gesicht verrät etwas über seine Gefühle. Ein lebender Toter läuft hier durch Bukarest.

Ab Fr im Stadtkino Wien (OmU)

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FALTER 41/18

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