Buch der Stunde

Warum der Tofuburger die Welt nicht rettet

Lexikon | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Es gibt so viele Gründe dafür, kein Fleisch zu essen, dass Fleischliebhaber sich in zwei Kategorien einteilen lassen: diejenigen, die sich leicht schuldbewusst, aber mit wässrigem Mund über ihre Teller ducken, und diejenigen, die ihre Fleischeslust traurig-stolz vor sich hertragen. Nach dem Motto: Der Mensch ist auch nur ein Tier.“ Theresa Bäuerlein, Autorin und Journalistin, Jahrgang 1980, aß als Kind nur eines: Wurst. Bis ihr, kurz nach ihrem zwölften Geburtstag, Paul McCartney den Appetit verdarb und die Unschuld raubte. Eine Unschuld, die nicht mehr zurückkehrte. Was zurückkam, als der Hausarzt des Vertrauens der überzeugten Vegetarierin mit Eisenmangel Jahre später ein Stück Fleisch ab und zu empfahl, war vielmehr die Lust.

Und ein neues Interesse an einer durch Bücher wie "Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer und "Anständig essen“ von Karen Duve aufgeheizten Debatte: dem moralischen Essen. Der verbreiteten Überzeugung, dass Fleischesser krank und böse, zumindest


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