Seinesgleichen geschieht  

Die Buche, Strache, Griechenland und mein Hund. Ein Waldspaziergang

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Kürzlich ging ich mit meinem Hund im Walde so für mich hin - nein, so kann man nicht einmal ein "Seinesgleichen geschieht“ anfangen. Andererseits haben wir das internationale Jahr der Wälder, ausgerufen von der Uno (Resolution 69/ 193), unterstützt von deren Waldforum und von jener UN-Landwirtschaftsorganisation FAO, zu deren Chef Franz Fischler vergangenes Wochenende nicht gewählt wurde, obgleich ihn die österreichische Presse zum Favoriten erklärt hatte.

Und eben las ich im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über den deutschen Buchenwald, der ohne eine einzige Anspielung auf Konzentrationslager auskam. Ja, die Namen gewisser Wälder wurden für die dunkelsten Stunden der Geschichte missbraucht, und ewig bleibt jener Buchenwald, in dem Goethe sich so gern erging, mit dem Nazimakel befleckt.

Vergangenheitspolitik, sie höret nimmer auf, und in Bezug auf die Nazis mit Recht. Strache mag sich auf den Standpunkt stellen, es gebe keine Ehrenbürgerschaft Hitlers mehr,

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