Meinesgleichen

Falter & Meinung | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

The Return of Sharky - Richard Nimmerrichter is back

Wie war das vor zehn Jahren? Man kann in die Krone nicht hineinschauen. In die Krone schon, aber nicht in die Seele der Krone. "Im Mai 2001 meinte Nimmerrichter also, dass nach fast vier Jahrzehnten ununterbrochener Dienstleistung für die Krone und ihre Leser nur wirklich Schluss sein solle“, so der Herold der Kronen Zeitung, Claus Pándi. Andere Zeitzeugen wie Herbert Lackner im Profil berichten, Hans Dichand habe Staberl nach einer antisemitischen Attacke auf Ariel Muzicant, den Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, hinausgeworfen.

Einigkeit besteht darin, dass Nimmerrichter damals 80 Jahre alt war. Der hatte als feinsinniger Express-Kolumnist mit dem schönen Nom de Guerre "Nilius“ angefangen und sich dann von Dichand "Haifischzähne“ einsetzen lassen. Die Implantation geschah angeblich im Lift des Pressehauses und dauerte kaum eine Minute, änderte aber das Leben Staberls und der Kronen Zeitung. Wenn nicht des ganzen Landes. Denn Nimmerrichter betätigte sich als blutrünstiger Lustbeißer und orchestrierte in seiner Kolumne den Aufstieg des Doktor Haider besser, als es dessen Pressesprecher gekonnt hätte. Der Haifisch machte den "Hecht im Karpfenteich“ so lange stark, bis dieser den Rat der Krone missachtete und sich an der Regierung beteiligte. Danach war er Fischfutter. Am 30. Juni kehrt Staberl, nunmehr 90, mit der monatlichen Kolumne "Staberls Monatsbrief“ in die Krone zurück. Strache leckt sich die Kiemen.

Quellen Claus Pándi: Staberl - eine Legende kehrt zurück, Krone bunt vom 26.6.2011

Herbert Lackner: Das Opa-Komplott. Profil vom 27.6.2011


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