Das schwarze Schaf steht vor der Wahl

Falter & Meinung | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Überdosis "Nachdenkblocker“: In Griechenland setzen Euro-Retter die ökonomische Vernunft außer Kraft

Kommentar: Stephan Schulmeister

Die griechische Wirtschaft schrumpft im dritten Jahr, die Arbeitslosigkeit hat sich verdoppelt, ein hartes Sparpaket konnte so das Defizit "lediglich“ um ein Drittel senken. Dies ist der EU zu wenig. Ein neues Sparpaket muss her, sonst wird Griechenland in den Bankrott geschickt.

Die Lage in Griechenland entspricht genau jener, in der laut ökonomischer Theorie das "Sparparadox“ gilt: Haushalte und Unternehmen versuchen zu sparen, die Wirtschaft befindet sich in einer Abwärtsspirale. Wenn dann auch der Staat spart, wird die Depression vertieft.

Noch nie seit 1931 war die "Sparparadox-Konstellation“ so klar. Die EU stellt das Land vor die Wahl: Selbststrangulierung durch Sparen oder Verhungern durch Kreditverweigerung.

Eine Dummheit dieser Dimension kann nicht durch mangelnde Intelligenz erklärt werden. Es müssen Kräfte am Werk sein, welche die Verwendung


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