Chef des Verfassungsschutzes: "Jeder kann Opfer werden“

Politik | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Den Ort des Treffens verrät der Sprecher des Verfassungsschutzes erst zwei Stunden vorher. Der Weg führt hinaus aus Wien, an den Rand eines verschlafenen Dorfes. Mag schon sein, dass die Pünktlichkeit im Geheimdienstmilieu ein Klischee ist. Peter Gridling biegt jedenfalls auf die Minute genau um die Ecke.

Falter: Am Mittwoch vor zwei Wochen wurde Thomas Al-J. wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung festgenommen. Schon am Tag darauf forderten die Innen- und die Justizministerin neue Antiterrorgesetze. Was davon ist für Ihre Arbeit konkret notwendig und warum?

Peter Gridling: Grundsätzlich ist es für uns wichtig, dass wir ein Instrumentarium zur Verfügung haben, das es uns ermöglicht, Gefahren zu kontrollieren. Wir sind daher sehr froh, dass diese Lücke jetzt möglicherweise geschlossen wird. In der Regierungsvorlage von 2009 waren diese Bestimmungen ja bereits vorgesehen. Aufgrund der vielen Diskussionen im vergangenen Jahr wurde jedoch nur die Bestimmung,

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