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Politik | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Die Grünen in Schleswig-Holstein wollen statt Bruttoinlandsprodukt einen Wohlstandsindex

Bericht: Christine Zeiner

Alte Häuser, teilweise aus dem 17. Jahrhundert, eine Uferpromenade mit ehemaligem Salzspeicher, im Wasser schaukelnde Boote, das ist Glückstadt in Schleswig-Holstein. 12.000 Einwohner hat die Stadt in Norddeutschland, in 40 Minuten ist man mit dem Zug in Hamburg.

Doch die Idylle täuscht. Glückstadt ist strukturschwach, hat kaum industrielle Produktion, keine besonderen Wachstumszahlen, keinen Autobahnanschluss. Im Sommer kommen Tagestouristen, viele Glückstädter pendeln zur Arbeit nach Hamburg. Während in Deutschland von 1999 bis 2008 das Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt um 7,4 Prozent zulegte, stieg es in Schleswig-Holstein nur um 0,2 Prozent. Das klingt nicht gut, und die klassische Frage lautet: Wie geht es weiter?

Doch Robert Habeck, Klubchef der Grünen im Landtag von Schleswig-Holstein, stellt eine andere Frage: Geht es Schleswig-Holstein wirklich besser, wenn


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