Radikaler Reformismus auf der Höhe der Zeit

Politik | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Raul Zelik macht sich Gedanken über den Communismus mit C, der vielleicht nach dem Kapitalismus kommt

Rezension: Robert Misik

Der Linksradikalismus ist ja heute keine allzu mächtige Bewegung, und kaum noch jemand glaubt ernsthaft daran, dass der Kommunismus am nächsten Donnerstag ausbricht. Dennoch hat man gelegentlich den Eindruck, dass einem gewisse Schwundformen radikaler Haltungen auf Schritt und Tritt begegnen.

Nicht nur weil es Pamphletistik, die ebenso wortradikal wie belanglos ist, gelegentlich in die Bestsellerlisten schafft. Überall begegnet man erstaunlicherweise Menschen, die glauben, dass "der Kapitalismus“ einfach böse ist und innerhalb "des Systems“ keine nennenswerten Fortschritte zu erzielen sind.

Aber nicht immer ist dieses Umstürzlertum erfrischend: Weil sich der Radikale von heute a) sicher ist, dass innerhalb "des Systems“ nichts Positives erreicht werden könne, aber b) der Systemkritiker traurig feststellt, dass der Feind übermächtig ist und ohnehin immer

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