Nachgesehen  

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

24 Videokameras filmen sogar den Bürgermeister auf dem Donauinselfest

Es schaut aus wie bei den Ermittlern von "CSI“. Vier große Bildschirme zeigen Livebilder von 24 Videokameras. Darauf sieht man Menschen herumspazieren oder Bier trinken. Die Veranstalter des Donauinselfests setzen heuer erstmals Videoüberwachung ein. "Wir kontrollieren den Zu- und Abstrom sowie die Situation vor der Bühne“, sagt Sicherheitskoordinator Michael Domkar, "es ist eine reine Echtzeitüberwachung.“ Das heißt: Die Bilder werden nicht gespeichert. Stattdessen sitzen rund um die Uhr zwei Mitarbeiter vor den Monitoren und beobachten die Lage.

Am Samstagvormittag schaut Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in der Sicherheitszentrale vorbei. Die Mitarbeiter zeigen ihm die Aufnahmen. Sie können per Mausklick alle Kameras schwenken und heranzoomen, sogar die Gesichter der Festivalbesucher sind zu erkennen. Dazu Häupl: "Jeder kann kontrollieren, wie viel Schnaps man trinkt. Beunruhigt mich ein bisserl.“


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