Goldene Verdienstzeichen für die linkslinke Brut

Feuilleton | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Die Wiener Off-Theater-Veteranen Hubsi Kramar und Conny Hannes Meyer haben im Rathaus einen Orden bekommen

Reportage: Sara Schausberger

Offizielle Ehrungen müssen nicht langweilig sein. Das hat die Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Stadt Wien an die Theatermacher Hubsi Kramar und Conny Hannes Meyer vergangene Woche im Wiener Rathaus bewiesen. Mit angedeutetem Hitlerbärtchen und rollendem "r“ beginnt Hubsi Kramar seine Dankesrede aktionistisch und plädiert für "die sofortige Aberkennung des Verdienstzeichens an Kramar und Meyer, diese linkslinke Brut“.

Dass er mit Dingen wie dieser Ehrung nicht viel anfangen könne, sagt er dann, aber es wären Freunde hier, die sich sehr freuen würden, und das ist beim Festakt im überfüllten Stadtsenatssitzungssaal dann auch zu spüren. Sowohl Kramar als auch Meyer haben eine große Fangemeinde da. Schon bei der Begrüßungsrede von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der "zwei ganz wunderbar nachhaltige Theaterleute“ willkommen

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