"Ich kratze an ihrem Opfermythos“

Feuilleton | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Die Schriftstellerin Sabine Gruber spricht über die NS-Zeit in Südtirol, peinliche Preise und lästige Fragen

Interview: Sebastian Fasthuber

Ohne Aufhebens um ihre Person zu machen, hat sich die aus Lana bei Meran stammende Autorin Sabine Gruber mit präzise gearbeiteten und berührenden Romanen in die erste Liga der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geschrieben. Nach "Die Zumutung“ und "Über Nacht“ folgt jetzt der große Südtirol-Roman "Stillbach oder die Sehnsucht“, der von den 1930ern über das Jahr 1978 bis in die Gegenwart reicht.

Auch im Interview spricht Gruber lieber über ihr Werk als über sich selbst: "Mein privates Leben ist nicht interessant genug, um darüber zu berichten.“

Falter: Ich war kürzlich in Südtirol und habe auf Straßenkarten nach einem Dorf namens Stillbach gesucht. Erfolglos. Warum ein erfundener Ort?

Sabine Gruber: Der ganze Roman spielt mit dem Changieren zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Mir waren bis jetzt Orte wie Rom, Venedig oder Wien mit


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