Es fährt ein Zug nach nirgendwo

Feuilleton | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Das Festival der Regionen bringt Kunst in eine oberösterreichische Stadt, die man nur vom Durchfahren kennt

Reportage: Sebastian Fasthuber

Willkommen in Attnang-Puchheim.“ Das Abenteuer beginnt bereits mit dem Aussteigen. Man betritt Neuland. Ziemlich exakt in der Mitte zwischen Linz und Salzburg, zwischen München und Wien gelegen, ist die kleine oberösterreichische Eisenbahnerstadt ein Ort, den man nur vom Durchfahren kennt - oder in einem ÖBB-Liegewagen verschläft.

Ein paar Schritte weiter setzt sich das Bild des Durchzugsortes fort. Vor dem Bahnhof donnert mehr oder weniger ungebremst der Schwerverkehr der B1 durch. Nein, schön ist es hier nicht, daran wird auch der moderne und helle Bahnhof, der im Zuge eines Umbaus in den nächsten Jahren entstehen soll, nichts ändern.

Dafür scheint der Bahnhof von Attnang-Puchheim der perfekte Ort für eine zünftige Passantenbeschimpfung zu sein. Diese gibt’s prompt auf Bahnsteig 2: "Ihr Nazis!“ Es handelt sich natürlich um eine Inszenierung.


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