Männerarm in Biberarsch

Feuilleton | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Die Schauspielerin Jodie Foster machte einen merkwürdigen Film über Depression, in dem es viel zu lachen gibt

Rezenseion: Michael Pekler

Ich bin der Biber, und ich bin hier, um dein gottverdammtes Leben zu retten.“ Eigentlich ist der Biber von Anfang an nicht besonders freundlich. Das könnte daran liegen, dass er in einer Mülltonne gelandet ist, aus der ihn schließlich Walter Black (Mel Gibson) herausfischt. Aber wirklich dankbar ist ihm der Biber dafür nicht; und dass er den depressiven Walter nun daran hindert, aus dem Hotelfenster zu springen, scheint auch ein eher eigennütziges Manöver zu sein. Denn der Biber ist eine Handpuppe und wohnt ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in irgendeinem amerikanischen Kinderzimmer, sondern am linken Arm des knapp 60-jährigen Leiters einer Spielzeugfabrik.

Walter hat also in dem Biber ein Alter Ego gefunden, durch das er plötzlich wieder mit der Außenwelt, wenn auch mit leicht australischem Akzent, kommunizieren kann. Und diese wiederum mit ihm:


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