Sommer, Nacht und Kino

Feuilleton | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Der Erfolg des Freiluftkinos in Wien ist kein neues Phänomen. Der Open-Air-Boom reicht bis in die 20er-Jahre zurück

Filmgeschichte: Michael Omasta

Kein guter Tag, der letzte Freitag. Vor einer Stunde hat es noch geregnet. Jetzt zeigt das Thermometer 18 Grad Celsius. Von den 230 weißen Gartenstühlen auf dem Dach der Hauptbücherei am Gürtel sind heute nur zwei, drei Dutzend besetzt.

An der Kassa werden Wolldecken ausgegeben. Die gelben Reklamesegel des Hauptsponsors flattern im Wind. Pünktlich um halb zehn beginnt das Programm. Ein paar Werbespots. Dann brausen "Thelma & Louise“ im roten Cabrio wieder mal ihrem Schicksal entgegen.

"Wer weiß, was geworden wäre, wenn es damals fünf Tage geregnet hätte“, erinnert sich Berndt Anwander, dessen Idee von Filmvorführungen an öffentlichen Plätzen in Wien erstmals im Sommer 1990 Gestalt annahmen. "Das erste Kino am Dornerplatz in Hernals haben wir im Rahmen einer Gebietsbetreuung gemacht; die Idee war, mit einem Open-Air-Kino einen öffentlichen


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