7 Sachen die Sie über den SCHANIGARTEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 26/11 vom 29.06.2011

Wer ist der Schani eigentlich?

Der "Schani“ (wienerisch für Johann) war ein Lakai des Wirts, der dafür zuständig war, bei den ersten Sonnenstrahlen die Tische hinauszustellen. Daher kommt der Ausspruch: "Schani, stell den Garten raus!“

Was ist der Unterschied zwischen Schani- und Gastgarten?

Der Schanigarten befindet sich auf öffentlichem, der Gastgarten auf privatem Grund. Weshalb der Schanigarten kostenpflichtig ist und gewissen Auflagen unterliegt.

Seit wann gibt es Schanigärten in Wien?

Um 1750 wurde der erste genehmigt. Er gehörte dem Kaffeehausbesitzer Gianni Taroni, der fortan im Sommer seinen Gästen am Graben Kaffee und Kuchen kredenzte.

Was braucht’s zum Schanigarten ?

Natürlich dürfen die Wirte nicht nach eigenem Gutdünken, Bänke und Geranien im öffentlichen Raum aufstellen. Er soll zum "optischen Ausruhen“ einladen, dass heißt, er muss sich ins örtliche Stadtbild einordnen. Nur Gärten, die außerdem noch den "spezifischen Charakter eines Lokals“ zum Ausdruck bringen, erhalten die Bewilligung des Magistrats.

Wie viele gibt’s ?

So circa 1800 sind es derzeit. Jährlich kommen an die 800 Anträge dazu. Dabei handelt es sich sowohl um Neuanträge als auch um Verlängerungen.

Hat das Rauchverbot hier etwas geändert?

Heuer gibt es laut Wiener Wirtschaftskammer besonders viele Anträge; zumindest für kleine Stehplätze mit Sonnenschirm, damit auch Nichtraucherlokale im Sommer einen Platz für Raucher anbieten können.

Welche sind die Schönsten im ganzen Land?

Der Garten des Kleinen Cafés am Franziskanerplatz ist wohl einer der schönsten. Sagen wir jetzt mal so.


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