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"Mon oncle“, ein Klassiker des Unzweckmäßigen

Lexikon | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

André Bazin, der Doyen der französischen Filmkritik, bezeichnete Monsieur Hulot als ein "Genie der Unzweckmäßigkeit“. Nach "Die Ferien des Monsieur Hulot“ trat Jacques Tati erneut als diese Filmfigur auf und feierte mit "Mon oncle“ (1958) seinen wohl größten künstlerischen Erfolg. Diesmal besucht Monsieur Hulot seine reich verheiratete Schwester in ihrer Stadtvilla: Türen klappen vollautomatisch auf und zu, Stöckelschuhe geben wie Metronome den Takt vor, und selbst ein Dackel ist vor Tatis tiefschwarzem Humor keineswegs gefeit. Ein "Dokumentarfilm von morgen“, so formulierte François Truffaut seinerzeit, der "eine irre, albtraumhafte KZ-Welt“ entwirft. Sehenswert! MO

Kino wie noch nie, Fr 21.30 (OF)


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