Nitschblut ist kein Himbeersaft

Steiermark | Tiz Schaffer | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Das Gesamtwerk von Hermann Nitsch wird diese Woche in Graz präsentiert - mit allen Extremen

Man wirft ja jüngeren Menschen vor, dass sie nicht lange bei einer Sache bleiben können. An Hermann Nitsch könnten sie sich ein Beispiel nehmen. Die Idee zum "Orgien Mysterien Theater“ ist dem 1938 in Wien geborenen Künstler Ende der 50er-Jahre eingeschossen, seitdem verfolgt er sie. Selbst kaum an Kunst interessierten Menschen dürften seine theatralen Inszenierungen wie auch seine Schüttbilder bekannt sein. Allerdings gibt es keine kulturelle Technik, derer sich Nitsch im Laufe der Jahre nicht bedient hätte, sein Schaffen umfasst auch Musik und Literatur.

Nitsch bezeichnet das "Orgien Mysterien Theater“ als "ästhetisches Ritual der Existenzverherrlichung“. Dieses Ritual kann schon mal einige Tage dauern, wie etwa das Sechstagespiel, das 1998 im Schloss Prinzendorf stattfand und natürlich einige konservative Gemüter erregte. Das niederösterreichische Schloss ist Nitschs bevorzugter


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