Apartheid ist überall

Extra | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Der Südafrikaner Boyzie Cekwana ist kein Botschafter. Aber er hat eine Botschaft

Ferngespräch: Wolfgang Kralicek

Der Titel der Soloperformance, die der südafrikanische Tänzer/Choreograf Boyzie Cekwana bei ImPulsTanz zeigt, ist etwas irreführend. "Influx Controls“ ist der Name eines rassistischen Gesetzes aus den 20er-Jahren, das es der schwarzen Bevölkerung in Südafrika untersagte, sich in Städten niederzulassen - außer natürlich, sie arbeiteten für Weiße.

"Mir geht es in dem Stück aber weniger um Südafrika als um ein globales Phänomen“, erklärt der 1970 in Soweto geborene Künstler. "Während die Apartheid in Südafrika abgeschafft wurde, ist sie weltweit lebendiger denn je - man muss sich nur die Fremdengesetze in Europa ansehen.“

"Influx Controls: I wanna be wanna be“, so der vollständige Titel der Performance, ist auch ein Spiel der Identitäten. Cekwana, der einst die Schule der berühmten südafrikanischen Choreografin Robyn Orlin besuchte, tritt nicht nur als


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