Geisterjagd vor Publikum

Extra | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Die Nachwuchsreihe [8:tension] bringt acht Abende mit neun Arbeiten junger Choreografen

Überblick: Ulli Moschen

Das späte 19. Jahrhundert war die Blütezeit spiritistischer Séancen, von Illusionsveranstaltungen, in denen die Teilnehmer dafür bezahlten, dass ein "Medium“ für sie in Kontakt mit dem "Übernatürlichen“ trat. Der Kontakt des Mediums mit einem Geist konnte sich durch Trancezustände des Mediums, durch automatisches Schreiben, Telekinese, die Materialisierung von Gegenständen oder das Herausquellen von sogenanntem Ektoplasma aus Körperöffnungen des Mediums manifestieren. Auch Tanz war nicht selten das Mittel der Wahl, um die Kommunikation mit einer "Präsenz“ zu veranschaulichen.

Gleich drei der neun Stücke, die Kuratorin Christa Spatt für das diesjährige Nachwuchsprogramm [8:tension] nach Wien geholt hat, haben sich auf ganz unterschiedliche Weise von dieser Art der Geisterbeschwörung inspirieren lassen.

In seinem ironischen Solo "Series“ lotet Marko Milic das


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