Kommentar 

Go, Christine, go! Das lange Aufgabenheft der neuen IWF-Chefin

Finanzpolitik

Falter & Meinung | Kurt Bayer | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Am 29. Juni wurde die französische Finanzministerin Christine Lagarde vom Verwaltungsrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) als erste Frau zur neuen Direktorin nach dem skandalträchtigen Ausscheiden von Dominique Strauss-Kahn ernannt. Die Koordinierungsschwäche der aufstrebenden Länder, die sich nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können, hat die nahtlose Kette von europäischen IWF-Direktoren ebenso ermöglicht wie das überzeugende Auftreten Lagardes.

Sie tritt ihr Amt in einer schwierigen Zeit an: die Euro-Krise der periphären EU-Länder, die Ablehnung eines IWF-Kredits durch das revolutionäre Ägypten, die Gefahr eines Wiederaufflammens der weltweiten Finanzkrise sowie das business as before-Gehabe der großen Finanzmarktakteure erfordern Weitsicht, Führungsstärke und politisches Feingefühl.

Lagardes Vorgänger hat viel von diesen Voraussetzungen mitgebracht und dadurch den IWF nach Jahren der Bedeutungslosigkeit zum wichtigsten Rettungsanker für schwächelnde


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige