Die Kopftuchträgerin im Kindergarten

Falter & Meinung | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Was wir aus der Diskussion über Islamisten, Schulbücher und Fünfjährige mit Kopftuch lernen können

Kommentar: Stefan Apfl

Was haben ein mutmaßlicher Terrorhelfer aus Wien-Fünfhaus, der neue Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft und ein fünfjähriges Kindergartenkind, das ein Kopftuch trägt, gemeinsam? Nicht nur sind alle drei Teil einer Gesellschaft, mit der sie wenig zu tun haben (wollen). Jeder von ihnen ist Auslöser einer aktuellen Islamdiskussion, die im Fall des Islamisten zu überhitzt, im Fall des IGGIÖ-Präsidenten zu nachsichtig und im Fall der Kindergarten-Muslima erst gar nicht geführt wird. Aber der Reihe nach.

Nach der Festnahme von Thomas Al-J., der unter Verdacht steht, den Dschihad unterstützt zu haben, präsentierten Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Justizministerin Beatrix Karl (beide ÖVP, beide neu im Amt) ein Anti-Terror-Paket.

Darin enthalten sind just jene Paragrafen, deren Umsetzung nach intensiven Debatten im vergangenen Jahr auf Eis gelegt


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