Die Stunde der Auguren: Fünf bis sechs Arten, die Krise zu verstehen

Politik | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

 Die Banken sind überschuldet, die privaten Haushalte sind verschuldet, die Staaten sind verschuldet - und dem stehen gigantische Vermögen gegenüber, was ja schon deshalb logisch ist, da es ja keine Schulden geben kann, die nicht irgendwo auch als Vermögen verbucht sind. Und die Besitzer der Geldvermögen leihen den Verschuldeten weiter Geld, damit diese ihre Schulden bezahlen können, wodurch die Vermögen aber wieder wachsen, schließlich werden ja Zinsen kassiert. Aber wenn die Vermögen wachsen, wie sollen dann die Schulden reduziert werden? Ein großes Zahlenrätsel!

Wenn ein solches System an einem Punkt anlangt, an dem auch viele Mainstream-Ökonomen irgendwie das Gefühl beschleicht, dass es nicht mehr einfach wie gewohnt weitergehen kann, dann schlägt auch die Stunde der unorthodoxen Geister. Die Stunde derer, die man zu normalen Zeiten als Spinner abtut. Aber wenn das Normale irreal wird, dann sind Spinner und Normalos plötzlich nicht mehr so leicht zu unterscheiden.

Eine


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