Allahs Soldaten

Politik | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Wie das Heer mit Islamisten in den eigenen Reihen umgeht und das Vertrauen in die Islamische Glaubensgemeinschaft leidet

Bericht: Stefan Apfl

Der Weg zum muslimischen Gebetsraum in der Wiener Maria Theresien-Kaserne führt durch einen weitläufigen Hof, in dem 70 Gardisten gerade den Gleichschritt zur dröhnenden Star-Wars-Melodie proben. Während ein Rekrut mit Turban und Bart vorbeimarschiert, erklärt ein aus Ägypten stammender Soldat, dass die Ehrenkompanie für den nächstwöchigen Auftritt beim Staatsbesuch des polnischen Präsidenten Bronisław Komorowski übt.

Ob Sikhs oder Juden, Siebenten-Tags-Adventisten oder Muslime - aus dem ganzen Land kommen strenggläubige Rekruten hierher, weil die Einrichtung der Garde auf ihre kulinarischen und rituellen Bedürfnisse eingestellt ist.

Doch die Kaserne mit dem muslimischen Gebetsraum ist nicht nur Schauplatz eines multikonfessionellen militärischen Alltags, hier zeigen sich auch die Schattenseiten: das fehlende Vertrauensverhältnis in der


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