Der Wind bläst aus China

Politik | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Heimische Ökofirmen sind weltweit jetzt schon top. Wird sie das neue Ökostromgesetz endlich unterstützen?

Bericht: Ingrid Brodnig

Es ist ein Monster! 105 Meter hoch, 335 Tonnen schwer. Neun riesige Lastwägen braucht es, um alle Teile herzukarren. In Höflein im tiefsten Burgenland, zwischen Sonnenblumen und Getreidefeldern, werden solche Windräder gebaut. Ein neuer Windpark entsteht, Baumeister Thomas Trevisani inspiziert gerade eine Lieferung. "Die Rotorblätter müssen widerstandsfähig sein, aber nicht zu steif“, sagt er. Der Techniker spricht gerne von den mechanischen Feinheiten der Anlage und dem Ingenieursgeist dahinter. Sechs Windräder gehen hier bald ans Netz und liefern genug Strom für eine Kleinstadt mit 24.000 Menschen, also zum Beispiel Baden bei Wien.

Baustellen wie diese gibt es in Österreich nicht viele. Der Ausbau von Ökostrom geht schleppend voran. 2009 wurde kein einziges Windrad errichtet, der Solarstromanteil liegt bei mageren 0,15 Prozent. 1995 noch bei 75

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