Ein engagiertes Leben wie aus einem Guss

Politik | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Dieter Schrage, Roter, Grüner, Anarchist und Urgestein der Alternativkultur, ist vergangene Woche in Wien gestorben

Nachruf: Hubert Christian Ehalt

Selten stimmen bei Menschen die ideellen Zielsetzungen politischen Engagements und das eigene Leben überein. Bei Dieter Schrage war es so. Seine theoretischen Analysen, sein Handeln in Institutionen, Parteien und freien Gruppierungen, aber auch sein privates Leben, das es als isolierte "private Monade“ nie gab, bildeten eine untrennbare Einheit. Jeder, der Dieter kannte, weiß, dass ich hier nicht das Pathos einer Grabrede bemühe, sondern einen ethnobiografischen Befund gebe.

Ich kannte Dieter Schrage - stets in freundschaftlich-kollegialer Verbundenheit - seit etwa 33 Jahren. Gut erinnere ich mich, wie ich ihm im Z-Klub Ende der 1970er-Jahre zum ersten Mal begegnete. Ein großer bärtiger Mann mit Ausstrahlung, dessen leuchtende freundliche Augen klug und verschmitzt lächelten. Dieter Schrage hatte einen Befund und eine politische Zielsetzung,


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