Reden wir einmal über Markt, Moral und Sittlichkeit

Politik | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Im Kapitalismus zählt nur egoistisches Profitstreben? Ist gar nicht wahr, sagt der Sozialphilosoph Axel Honneth in seinem Opus magnum

Rezension: Robert Misik

Sind Sie auch der Meinung, dass in der kapitalistischen Marktwirtschaft nur das egoistische Profitstreben zählt und die Moral nicht gefragt ist? Die allermeisten Menschen wären wohl instinktiv dieser Ansicht: dass nur das Geld zählt, alles zur Ware wird und sich alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf ein System der nackten, baren Zahlung reduzieren.

Die ultraliberalen Kapitalismusfreunde würden sagen: Ja, das ist so - und gut so. Die schneidigen marxistischen Kapitalismusgegner würden sagen: Ja, das ist so - und es ist schlecht so. Axel Honneth will zeigen, dass beide Unrecht haben. Der Frankfurter Philosophieprofessor und Direktor des legendären Instituts für Sozialforschung (also der direkte Erbe von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas) hat gerade sein Opus magnum mit dem Titel "Das Recht der Freiheit“


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