Die Sprache der Hacker: Glossar mit den wichtigsten Begriffen zu Anonymous

Medien | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

 Anon So nennen sich die Mitglieder von Anonymous selbst. Der Begriff steht für eine namenlose, anonyme Masse. Man könnte sogar behaupten, dass Anonymous eine von vielen Menschen geteilte und ständig wechselnde Identität ist. Zu verschiedenen Uhrzeiten besteht Anonymous aus unterschiedlichen Usern. Es gibt keine Mitgliederlisten oder Grundsatzpositionen. Welche Ziele Anonymous verfolgt, hängt auch davon ab, wer sich gerade im Chat miteinander abspricht.

AntiSec Kampagne der beiden Hackergruppen Anonymous und LulzSec, angeblich um gegen Zensur vorzugehen. Dabei sollen die Webseiten des "Feindes“ entstellt und geheime Daten veröffentlicht werden. Die Angriffe auf SPÖ und FPÖ fanden im Rahmen der AntiSec-Kampagne statt, der Name ist eine Abkürzung für Anti Security.

Chat Die Anons treffen sich in Internetchats und beschließen dort oft sehr spontan ihre Aktionen. Zum Beispiel tauschen sie sich im Onlinedienst 4Chan.org aus, aber auch in anderen dunklen Ecken des Internets.

DDoS-Attacken Die "Distributed Denial of Server“-Attacke ist die Lieblingswaffe der Hacker. Sie stürmen zu Hunderten oder zu Tausenden fremde Webseiten, überfordern diese mit unzähligen Zugriffen und legen ihre Server lahm, sodass die Webseite offline geht. Das passierte zuletzt der FPÖ.

Mastercard In der Öffentlichkeit wurde Anonymous erstmals bekannt, als das Kollektiv gegen Mastercard und Visa vorging. Die Kreditkartenfirmen hatten Spendengelder an die Enthüllungsseite Wikileaks eingefroren. Darauf attackierte Anonymous die Firmen mittels DDoS, deren Server fielen aus.

Sony Die Sony-Webseite stand unter Beschuss, als der Konzern ein Gerichtsverfahren gegen den Hacker George Hotz einleitete. Dieser hatte den Kopierschutz der Spielkonsole Playstation 3 geknackt und die Sicherheitslücken offengelegt.


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