Von der Sinnlichkeit des Gefrickels: ECM-Remixe mit Kopf, Herz und Bauch

Feuilleton | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Plattenkritik: Sebastian Fasthuber

In seiner Edition of Contemporary Music, kurz ECM, hat der deutsche Produzent und Labelbetreiber Manfred Eicher seit 1969 über tausend Tonträger veröffentlicht. Obwohl es naturgemäß bessere und schlechtere Zeiten gab, hat sich der auf Ewigkeiten mit Keith Jarrett assoziierte Name ECM in Jazz- wie Klassikkreisen stets einen guten Namen bewahrt.

Offene Ohren sind Grundvoraussetzung für eine solche Langlebigkeit. Die beweist der Chef, der bis heute die meisten Veröffentlichungen seines Labels auch selbst produziert, indem er seine Archive nun den Elektronikproduzenten Ricardo Villalobos und Max Loderbauer öffnete.

Villalobos, der aus Chile stammende Technoschamane mit Hang zu psychedelischen Spielereien, und sein Berliner Studiokollege Loderbauer, der zu den deutschen Technopionieren zählt und derzeit auch im Moritz von Oswald Trio spielt, hatten für ihr Doppelalbum "Re: ECM“ Zugriff auf weite Teile des ECM-Katalogs.

Für Villalobos, der in der laufenden


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