15 Megabyte of Fame

Feuilleton | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Vom Hype-Auslöser zum Hype-Opfer: Ernest Greene alias Washed Out überzeugt - mit oder ohne "Chillwave“

Porträt: Florian Obkircher

Er hat dieses Lächeln. Unschuldig, harmlos und bedingungslos freundlich. Ein Landei-Lächeln eben. Schon bei der Begrüßung schmückt es Ernest Greenes Gesicht.

Dann blickt er aus dem Fenster des Londoner Bürohauses. Seine großen Augen folgen dem hektischen Treiben. "Ich bin gern in Städten wie New York oder London“, sagt er. "Aber dort zu leben wäre mir zu stressig. Im Herzen bin ich eben ein Junge vom Land.“

Der 27-jährige Musiker ist im Südosten der USA aufgewachsen. Mitten im Nirgendwo, wie er sagt. Bis vor kurzem lebte er dort bei seinen Eltern in einem kleinen Haus am See, umgeben von Pfirsichbäumen. Pittoresk, aber langweilig. So langweilig, dass er im Sommer vor drei Jahren begann, am Laptop Musik zu machen.

Verstolperte Hip-Hop-Beats, über die er seine verhallte Stimme sowie verrauschte Soundflächen legte und daraus naive, verträumte


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