Das Geschäft mit dem Augenblick

Feuilleton | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Der Wiener Fotohändler Florian Kaps lässt den Sofortbildfilm mit seinem Unternehmen Impossible neu aufleben

Firmenporträt: Nicole Scheyerer

Der japanische Fotograf Nobuyushi Araki war fasziniert. Dieses Material verändere sich wie eine Blume, schwärmte der für seine Aktfotos im Bondagestil berühmt gewordene Künstler über den neuen Sofortbildfilm.

Wie von Eiskristallen überzogen sehen Arakis 2010 entstandene Porträts aus, die jetzt in der Ausstellung "Polaroid (Im)Possible. The Westlicht Collection“ hängen. Der Fotograf hat den empfohlenen Trocknungsprozess einfach ignoriert. Dadurch legten sich Oxidationsstrukturen wie ornamentale Schleier über die Gesichter seiner Modelle.

"Araki ist total auf unsere Filme reingekippt“, freut sich Florian Kaps, der den berühmtesten Polaroidfotografen Japans zur Arbeit mit den Produkten seiner Firma Impossible eingeladen hatte. Um die Metamorphosen auf den Bildoberflächen zu erleben, verwendet der Akt-Altmeister am liebsten die erste Generation


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