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Kurz besprochen: Sommerzeit, Reisezeit

Feuilleton | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Schiffsreise

Cees Nooteboom: Schiffstagebuch. Deutsch von Helga van Beuningen. Suhrkamp, 283 S., € 20,50

Reisen ist eine Form des Seins, für die nicht jeder geschaffen ist. Reisereportagen sind ein literarisches Genre, für das nicht jeder Schriftsteller den richtigen Ton findet. Cees Nooteboom kann beides. In seinen Romanen beschreibt er die innere Welt, in den Reiseberichten die äußere. Der niederländische Schriftsteller nimmt den Leser in seinem "Schiffstagebuch“ mit in den hohen Norden Europas, aber auch in den äußersten Süden Südamerikas, nach Indien, Mexiko, Australien, Bali und auf Mauritius.

Gemächlich scheint Nooteboom zu reisen und gemächlich berichtet er auch von den landschaftlichen Beobachtungen - en passant aber auch, wie es sich für jeden guten Reiseschriftsteller gehört, vom politischen, historischen, soziologischen Umfeld der bereisten Gebiete. Und, ja: In jedem der in den letzten zehn Jahren verfassten Berichte tut sich einem buchstäblich eine neue Welt auf.


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