Stadtrand 

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Wie macht der Sommer? Pfffffff und zschhhhhhh!

Ganz Wien sitzt im Sprühnebel. Also zumindest die ganze Innere Stadt. Irgendwer muss in einer Nacht-und-Nebel-hahaha!-Aktion an den mickrigen Fußgängerzonenbäumchen auf der Kärntner Straße diese Wasserdüsen angebracht haben, wie man sie aus den Regenwaldabteilungen botanischer Gärten kennt. Oder vom Zanoni am Lugeck (wenn sie da nicht gerade die Terrasse auf 50 Grad heizen). Oder von diversen Naschmarktausspeisungen, die Leute trinken ihren Caffè Latte offenbar gerne in Tropenatmosphäre. Zschhhhhhhh zischt es also auf der Kärntner Straße zwischen den Zweigen junger Bäume, und kühler Nebel geht auf die Passanten nieder. Pfffffffff macht es, und die Sommersonne wird zu vielen kleinen Regenbögen. Ganz schöner Luxus, oder? Hochquellwasser einfach so verzschhhhhhhhhen und herum-pfffffffffen. Wie viele richtig heiße Sommertage gibt es in Wien? Sieben? Zwei! Fehlt nur noch, dass sie deshalb überall Klimaanlagen einbauen und öffentliche Verkehrsmittel herunterkühlen. Aber nicht mit uns. Da sagen wir: pfffffffff.


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