Fußball 

Lost Generation: die Last des begabten Vaters

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 27/11 vom 06.07.2011

Wolfgang Kralicek hat Mitleid mit den Fußballersöhnen

Matthias Hattenberger wechselt vom SV Grödig zur Vienna. Erwähnenswert ist der Transfer eigentlich nur, weil Hattenberger einen guten Namen hat. Vater Roland war in den 70er-Jahren Mittelfeldmotor beim VfB Stuttgart und im Team. Der Sohn hingegen kickt schon mit 32 in der zweiten Liga. Kein Einzelfall: Es gehört zu den seltsamen Gesetzen des Fußballs, dass es Söhne großer Kicker nicht weit bringen. Siehe auch Thomas Hickersberger oder Sebastián Martínez: Beide machten keine großen Karrieren, obwohl ihnen die Väter viel Talent vererbt haben. Vielleicht ist es Pech, wahrscheinlich gibt es aber auch psychologische Gründe. Aber was ist mit dem jungen Kapfenberger Michael Gregoritsch, der gerade von Hoffenheim gekauft wurde? Der passt genau ins Schema: Papa Werner ist zwar ein guter Trainer, war als Spieler aber nur Durchschnitt.


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