Glosse

Heimat bist du großer Söhne, großer Töchter und zu wenig Töchterles

Humor und Politik

Falter & Meinung | Barbara Tóth | aus FALTER 28/11 vom 13.07.2011

Von den vielen Kommentaren, die das Sommerlochthema, brauchen wir einen neuen Bundeshymnentext, begleiten, fällt jener von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) angenehm auf.

Zur großen Frage unserer Zeit, ob wir in Zukunft nicht nur "Heimat bist du großer Söhne“, sondern auch "Heimat bist du großer Töchter“ singen dürfen, erklärte sich der studierte Altphilologe aus "Namensgründen befangen“. Blitzt da so etwas wie Humor in unserem ansonsten eher freudlosen politischen Alltag auf?

Seit dem Abstieg Alexander Van der Bellens in die Wiener Regionalpolitikunterliga fehlt es am politischen Parkett an Mut zur Selbstironie. Eine Tugend, die offenbar in jenem Innsbrucker Unibiotop gedeiht, aus dem Van der Bellen und Töchterle stammen. Mehr davon, bitte.


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